Yachtcharter Sizilien-Calabrien

Leichte winde, warme Luft  

Kalabrien, die südlichste Region Italiens, hat sich in den vergangenen Jahren zu einem bestens erschlossenen, attraktiven Segelrevier mit einer sehr guten Infrastruktur entwickelt. Zahlreiche Yachtcharterer bieten hier die unterschiedlichsten Bootstypen an, neben historischen Häfen und modernen Marinas punktet die Stiefelsohle aber auch mit optimalen klimatischen Segelbedingungen. Hauptstadt des Reviers ist Catanzaro, im Süden und Osten grenzt das Gebiet an das Ionische Meer und lediglich die Straße von Messina trennt Kalabrien von Sizilien. Zwischen 780 Küstenkilometern und wuchtigen Gebirgsketten im Landesinneren, leben knapp über 1,9 Millionen Einwohner. Ein Bummel durch Catanzaro ist an dieser Stelle jedem Segler empfohlen, insbesondere der im 7. Jahrhundert erbaute Dom, in dem sich das Gemälde „Madonna mit Kind“ befindet, ist immer ein lohnendes Ziel. Zahlreiche weitere Kirchen sowie Burgen und Schlösser warten in ganz Kalabrien förmlich darauf, erkundet zu werden und sind untrennbar mit Italien und dieser Region verbunden. Wem es aber weniger nach Sightseeing steht, ist auch im Küstenbereich bestens aufgehoben. In den idyllischen, paradiesischen und oftmals menschenleeren Buchten ist der hektische Alltag sofort vergessen. Die malerischen Landschaften und die Kombination aus azurblauem Wasser, strahlendem Sonnenschein und manchmal auch schneebedeckten Gipfeln sind einfach nur sensationell. Die Gewässer selbst sind eher ruhig, Stürme eher selten. Lediglich der Schirokko, ein Wind aus südlicher Richtung, sowie der Mistral aus dem Nordwesten können gelegentlich etwas rauer daherkommen. Eine Herausforderung sind dagegen einige gefährliche Felsen und Untiefen in Küstennähe, aber dafür liegen ja die Seekarten in der Schublade am Navigationstisch. Sizilien ist nicht einfach zu verstehen.So wie eine schöne Frau lässt sie sich nicht leicht erobern. Man muss sich ihr behutsam nähern.Man muss sich verführen lassen.Genau so, wie sich die ersten Mykener verführen ließen, als sie in Sizilien anlegten, um auf den Liparischen Inseln Obsidian und Bimsstein zu kaufen, da man zu diesen Zeiten noch keine anderen Schneid- und Schleifmaterialien kannte. So wie sich die Phönizier verführen ließen, die an den Küsten Siziliens ihren ersten Handelszentren errichteten und sie der Obhut ihrer Verbündeten überließen, die sie aus allen Winkeln des Mittelmeerbereichs angeheuert wurden.  Der friedliche Handel mit den Sikulern, Sikanern und Elymern blühte auf.Warum Elymer? Die lateinische Bezeichnung "ex limen" bedeutet "Flüchtling, von ihrem Heim Vertriebener". Das gibt uns Auskunft über die antike Zivilisation Siziliens. Denn jeder Ankömmling war damals wie heute willkommen. Das spürten die Griechen, als sie auf der Suche nach friedlichen Siedlungsmöglichkeiten durch das Mittelmeer streiften, und viele andere Völker, die nach ihnen kamen. Und das spüren noch heute die vielen Unglückseligen, die auf der Flucht vor Armut, Krieg, Hungersnot und Entbehrungen an die sizilianische Küsten wie Lampedusa gelangen.